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Unsere Expertin:

Kerstin von der Linden


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Kerstin von der Linden ist WDR-Moderatorin und Moderations-Coach, u.a. auch für die nrwision-Programmredaktion.

Ein ausführliches Interview mit ihr findest Du in unserer Wissens-Rubrik.

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13 Praxis-Tipps für die TV-Moderation

So wirkst Du als Moderator authentisch und sympathisch

Eine TV-Moderator überlegt sich vorher sehr genau, wie er wirken möchte und welche Botschaft er vermitteln möchte. Er steht mit seinem Gesicht und seiner Persönlichkeit für die Inhalte der Sendung und kann die Zuschauerwahrnehmung mit seiner Haltung beeinflussen. Für sein Publikum hat der Moderator den größten Wiedererkennungswert.

Die Praxis-Tipps auf dieser Seite stammen aus einem Workshop bei unserer Fernsehwerkstatt 2012 - präsentiert von WDR-Moderatorin und Moderations-Coach Kerstin von der Linden

1. Sei authentisch!

Spiele bei Deiner TV-Moderation keine Rolle. Sei nicht zu betroffen, begeistert, vertraulich oder nur vorgespielt kompetent. Je mehr Natürlichkeit in Deine Moderation einfließt, umso mehr kann sich der Zuschauer mit dem Gesagten identifizieren.

2. Werde zum Experten.

Mache Dich mit Deinem Thema vertraut. Vorrecherche zu den Protagonisten, zum Inhalt des anmoderierten Beitrags / Interviews, zu Pro und Contra sind wichtig. Nur wer alle Fakten kennt, kann sie entsprechend kompetent präsentieren und reflektieren.

3. Ende Moderation = Anfang des Beitrags

Das Ziel Deiner Moderation muss klar sein. Es gibt die Richtung vor. Dein Text legt eine Spur aus, die anschließend im Beitrag weiter verfolgt wird. Orientiere Dich am Trichterprinzip: "oben" alles rein, was "unten" in dem Beitragsbeginn mündet.

4. Erzählbare Texte

Jede Moderation sollte Deiner Art zu sprechen nahekommen. Komplizierte Schachtelsätze sind zum Beispiel unnatürlich und für den Zuschauer schwierig zu folgen. Wähle lieber klare und einfache Formulierungen, wie Du sie auch im Alltag nutzen würdest. Je freier Du moderierst, umso einfacher wird Dir das Texten fallen. Wenn möglich: Verzichte auch auf den Teleprompter!

5. Die Verpackung ist wichtig!

Wer ein schönes Geschenk erhält, freut sich auch über den Inhalt. Erzeuge mit Deiner Moderation eine Erwartungshaltung, um Deine Zuschauer zu binden. Mache uns neugierig! Sei inhaltsstark und ausgefallen! Und: Sprich dich mit den Autoren ab. Autoren vergessen gerne Deine Anmoderation und packen alle spannenden Informationen in ihren Bericht.

6. Enttäusche die Erwartungen nicht!

Ist der folgende Beitrag wirklich so exklusiv, neu, wichtig oder witzig? Mache keine Versprechungen, die der Beitrag nicht halten kann, denn das wird Dir der Zuschauer übel nehmen.

7. Wähle eine Perspektive!

Hauptperson, Ereignis, Konflikt: Entscheide Dich für einen roten Faden in Deiner Moderation. Jedes Thema hat zahlreiche Facetten: Überlege Dir, wie viel Zeit Du welcher Perspektive einräumen kannst. Im Aktuellen reichen ein bis zwei spannende Aspekte.

8. Haltung

Neutralität gilt vor allem im Nachrichtenbereich. Ein Magazin oder Interview vertragen auch eine Moderation mit inhaltlicher Positionierung. Kläre für Dich, wie du zum Thema stehst und was Du dem Zuschauer vermitteln möchtest. Gib ihm dabei aber nicht vor, wie er etwas zu finden / empfinden hat.

9. Erzeuge Bilder im Kopf!

Je anschaulicher Deine Formulierungen, umso höher die emotionale Ansprache. "Kopfkino" hilft dem Zuschauer, sich in den folgenden Beitrag einzufinden ("Haus so hoch wie ...", "Stimmung wie beim WM-Endspiel", ...)

10. Vermeide Allgemeinplätze!

Hier meine persönliche AAARGGGH-Liste schlimmer Floskeln und abgedroschener Formulierungen:

  • "Sommerzeit, Reisezeit ..."
  • "Die Polizei suchte fieberhaft ..."
  • "Brutale Vergewaltigung ..."
  • "Bleibt zu hoffen, dass ..."

Endlos verlängerbar!

11. Übersetze Abstraktes!

Vorsicht bei Fremdwörtern, Fachbegriffe und englischen Begriffen! Überlege Dir vorab, was der Zuschauer kennen sollte und was vielleicht doch noch einmal erläutert werden muss. Das hängt oft auch von der einzelnen Sendung und deren Kontext ab.

12. Nicht zu viel Information!

Nicht alle Infos zum Thema müssen zwingend in Deine Moderation. Der Zuschauer kann sich eh nicht alles merken. Beschränke Dich auf die wichtigsten Fakten und alles, was der Zuschauer zum Verständnis wissen muss. Alles andere ist die Kür, nicht mehr die Pflicht.

13. Hab Spaß!

Wenn Du als TV-Moderator Spaß hat, dann hat der Zuschauer ihn auch!

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