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Sabrina Jaehn

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Programmredakteurin bei nrwision

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6 Feedbackregeln für die TV-Redaktion

Erfolgreich Feedback geben und nehmen

von Sabrina Jaehn

grüne Sprechblasen

Jede Redaktion braucht eine gute Feedback-Kultur! Konstruktive Kritik und Meinungen von Außenstehenden können jedem Film- und Fernsehmacher dabei helfen, sich zu verbessern und dazuzulernen. Deshalb sollte es auch bei der Kommunikation in Deiner Redaktion selbstverständlich sein, sich gegenseitig gutes Feedback zu geben und zu nehmen.

Doch was macht gutes Feedback aus? Wie kann man eine Rückmeldung so formulieren, dass sie hilfreich und motivierend ist? Als Programmredakteurin verfasst Sabrina Jaehn regelmäßig Rückmeldungen für die verschiedenen Fernsehmacher im nrwision-Programm. In diesem Artikel stellt sie die sechs wichtigsten Feedbackregeln für den Redaktionsalltag vor.

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Feedback: Du hast es Dir verdient!

Einen Film- oder Fernsehbeitrag zu drehen macht zwar viel Spaß, verlangt aber auch viel Zeit, Nerven und vor allem persönliches Herzblut. Deshalb bist Du zurecht stolz auf das Ergebnis und solltest auch keine Hemmungen haben, Dir ein Feedback zu Deiner Produktion einzuholen.

Allein für Deinen Einsatz hast Du es Dir verdient, dass sich jemand mit Deinem Beitrag beschäftigt und Dir in einem persönlichen Feedbackgespräch, einer Redaktionskonferenz oder auch per E-Mail eine Rückmeldung zu Deiner Arbeit gibt.

Redaktionssitzung

Das können zum Beispiel Deine Kollegen in der Redaktion sein oder Mitstreiter in Deinem Filmclub, aber auch Freunde, Verwandte und Bekannte, die aus Zuschauer-Sicht eine Meinung zu Deinem Werk haben werden. Und: Natürlich solltest Du selbst auch in der Lage sein, den Mitgliedern Deiner Redaktion ein persönliches Feedback zu geben.

Wichtig ist für ein erfolgreiches Feedback, dass jeder gewisse Spielregeln beachtet, um den anderen nicht vor den Kopf zu stoßen. Ein redaktionelles Feedback soll in keiner Weise jemanden beleidigen oder in seiner Arbeit bevormunden. Ganz im Gegenteil: Es soll unterstützen und motivieren, am besten auch neue Möglichkeiten für die filmische oder inhaltliche Umsetzung aufzeigen und vor allem die Mühe der Fernsehmacher wertschätzen. Die folgenden Feedbackregeln helfen Dir dabei, Dein Feedback konstruktiv zu formulieren und auch selbst entgegen zu nehmen:

1. Gutes Feedback enthält Lob UND Kritik!

In vielen Redaktionen kommt beim ständigen Kritisieren das Loben zu kurz. Dabei gibt es immer(!) etwas, das man bei einem Beitrag wertschätzen und positiv hervorheben kann. Gleichzeitig ist kein Film absolut perfekt, und man kann immer etwas anders ausprobieren oder besser machen.

Psychologisch sinnvoll ist es, wenn Du bei Deinem Feedback mit besonders gelungenen Elementen des Films einsteigst, dann zu verbesserungswürdigen Aspekten übergehst und schließlich positiv abrundest. So machst Du es dem Angesprochen einfacher, die Kritik persönlich anzunehmen.

2. Kritik üben heißt aber nicht meckern!

Wer bei einem Feedback alles nur kritisiert und schlecht findet, macht es sich sehr einfach. In einem freundlichen und verständnisvollen Ton solltest Du die weniger gelungene Punkte sachlich benennen und möglichst immer auch konkrete Verbesserungsmöglichkeiten vorschlagen.

3. Mach Dir bewusst, WEM Du gerade Feedback gibst!

Sprichst Du mit einem neuen Redaktionsmitglied, das zum ersten Mal einen Film gedreht hat - oder hast Du einen "alten Hasen" vor Dir? Je nachdem solltest Du Dich zum Beispiel sprachlich anpassen und auf komplizierte Fachwörter verzichten.

Deine konstruktiven Vorschläge werden je nach Niveau ebenfalls ganz unterschiedlich sein: Der eine benötigt noch Tipps zu absoluten Grundlagen, der andere eventuell schon weiterführende Ratschläge.

4. Gutes Feedback ist konkret und nachvollziehbar!

Hilfreicher ist jede Rückmeldung, wenn Du jeweils konkrete Beispiele für Deine Anmerkungen und Beobachtungen anführen kannst und den Beitrag nicht nur allgemein, gefühlt "im luftleeren Raum" beurteilst. So versteht der Feedbacknehmer am besten, was genau Du meinst.

5. Gutes Feedback überfordert nicht!

Das kann schnell passieren, wenn Du in Deinem Feedback zu viele, zu unterschiedliche oder zu detaillierte Punkte ansprichst. Konzentriere Dich bei Deiner Rückmeldung lieber auf die wichtigsten Kern-Aspekte, damit sich Dein Gegenüber nicht von einer Kritikflut überrollt fühlt und sich Deinem Feedback verschließt.

6. Feedback ist immer nur ein Angebot!

Nur Du entscheidest, was Du Dir von einer Rückmeldung annehmen möchtest. Denke immer daran, dass es sich bei jedem Feedback um persönliche Eindrücke handelt. Höre es Dir in Ruhe an, gehe es sachlich Punkt für Punkt durch und entscheide dann, was Du davon umsetzen kannst und willst.

Wenn Du den Beobachtungen und Tipps des Feedbackgebers offen gegenüberstehst, kannst Du bestimmt Anregungen für Deine weiteren Filmprojekte daraus ziehen.

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  • [ 13.04.2018 ]
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