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Planung vorm Dreh
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Die Filmproduktion (3/4)

Dreharbeiten: Umsetzen der Planung

von Benedikt Strick und Maximilian Schmidt


Die Aufgabe des Drehs ist es, das was man sich in den Kopf gesetzt hat, einfach zu drehen. Man muss eigentlich nur noch die Planung umsetzen. Doch das "eigentlich" wird hierbei sehr groß geschrieben. Denn "einfach abzudrehen" ist es wohl nie. Das haben wir Azubis an diesem Wochenende selbst erlebt.

Schauspielerin Susanne Hölzel bei den Dreharbeiten

Nach Ankunft in der Unterkunft sind wir als Regisseur und DoP auf Drehort-Suche gegangen und haben uns geeignete Schauplätze ausgewählt. Eine attraktive Location wertet den Film automatisch auf. Am Abend haben wir dann die erste Szene aufgebaut. Im Film ist es eine Gesprächsszene am Tisch.

Dafür spricht der Regisseur mit den Schauspielern - und der Rest richtet die Szene licht- und kameratechnisch ein. Dann werden die geplanten Einstellungen Schritt für Schritt abgedreht.

Im Film ist die Szene nur circa 2:30 Minuten lang. Dass dahinter ein langer intensiver Abend mit vielen Stunden Arbeit steckt, sieht man auf den ersten Blick kaum. Azubi-Kollege Marcel, der für die Klappe zuständig war (gleichzeitig auch für das Catering), ist irgendwann auf der Holzcouch eingeschlafen, Regisseur Max hat wie verrückt Energy Drinks in sich reingekippt, und alle Schauspieler bis auf Hauptdarsteller Moritz waren genervt.

Dem hat es augenscheinlich Spaß gemacht, einen Psychopathen zu spielen und 30 mal dieselbe Lachsalve von sich zu geben - auch wenn seine Stimme am nächsten Tag sehr darunter leiden musste.

Hauptdarsteller Moritz Steegmaier bei den Dreharbeiten

Schon nach dem ersten Drehtag wussten wir: Film ist nichts für Weicheier!

Neben dem Einsatz, den man aufbringen muss, ist aber vor allem die Aufgabenverteilung sehr wichtig. Es sollte jeder Mensch eine klar zugeteilte Aufgabe haben. Wenn einer gerade Tonmann ist, ist er gerade Tonmann - und egal wie gut er auch sonst an der Kamera ist: Er darf sich nicht in die Arbeit des Kameramanns einmischen!

Gleiches gilt für Beleuchter, Schauspieler oder Catering. Jeder versucht seine Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen, und er sollte auch wirklich nur diese Aufgabe erfüllen. Hat man dieses Prinzip verstanden, läuft der Dreh schon mindestens doppelt so flüssig. Es erleichtert ihn ungemein. Solche Probleme sind lösbar, und man sollte sie auch sofort beheben. Weitere Schwierigkeiten kommen beim Filmemachen einfach dazu. Man muss sie akzeptieren.

Tommy Mauermann und Susannne Hölzel mit der Kamera

Da wären zum Beispiel das schlechte Wetter, Schauspieler, die sich über die Kälte beschweren, Technik, die mittendrin ihren Geist aufgibt, ein altes Ehepaar, das sein Auto im Sichtfeld der Kamera parkt, sowie eine Location, die nach Hundekot stinkt (... obwohl unser "Psycho-Koch-Schauspieler" Moritz behauptet hat, eine Katze hätte ihr Werk hier vollrichtet ...).

Es war unterm Strich ein hartes Wochenende mit wenig Schlaf, dem ein oder anderen durchgedrehten Teammitglied und mit einer hohen Anzahl leicht verhinderbarer Fehler, über die wir bei der Planung noch nicht nachgedacht hatten. Doch egal wie anstrengend so ein Dreh auch sein mag: Man sollte seine ganze Kraft investieren, um den Plan so gut wie möglich umzusetzen.

Spätestens im Schnitt ärgert man sich, wenn man es vorher nicht getan hat!

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Die Postproduktion: Was sich am Ende rächt
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    Tinka
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  • [ 13.04.2018 ]
    Sylvia Walter
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Wie dreht man einen Kurzfilm? Unsere Mediengestalter verraten, was sie bei den Dreharbeiten ihrer Filmproduktion erlebt haben.