|lernen| & |wissen|.

zurück

Die Idee zum Film
zurück zu Seite 1

zurück

Planung vorm Dreh
zurück zu Seite 2

zurück

Die Dreharbeiten
zurück zu Seite 3

Unsere Autoren:

Foto von Benedikt Strick

Benedikt Strick

Benedikt Strick ist angehender Mediengestalter Bild und Ton bei nrwision.

mehr über Benedikt Strick

Foto von Maximilian Schmidt

Maximilian Schmidt

Maximilian Schmidt ist angehender Mediengestalter Bild und Ton bei nrwision.

mehr über Maximilian Schmidt

keine Artikel verpassen?
Newsletter abonnieren

1
2
3
4

Die Filmproduktion (4/4)

Postproduktion: Vom Dreh zum Schnitt

von Benedikt Strick und Maximilian Schmidt


Im Schnitt beginnt - aus körperlicher Sicht - die wieder angenehmere Arbeit. Der Kopf wird zwar weiterhin angestrengt, aber man sitzt in einem trockenen, warmen Raum, hat immer Essen und Trinken zur Hand und kann saubere sanitäre Anlagen benutzen. Es herrschen also schon mal bessere Verhältnisse als beim Dreh selbst.

Doch diese tollen Verhältnisse werden zur Nebensache, wenn man sich dem Rohmaterial widmet. Hierbei merkt man, ob der ursprünglich aufgestellte Drehplan sinnvoll in die Tat umgesetzt wurde. Es ist nämlich eine große Enttäuschung, wenn dies nicht der Fall ist. Das mussten auch wir in einigen Szenen feststellen.

Kelvin Wieck als Schauspieler mit Blut im Gesicht

Man sieht sein eigenes "Ich" erneut am Drehort. Man fängt an zu bereuen, dass man nicht vielleicht doch noch zwei Stunden länger aufgeblieben ist, dass man die Schauspieler nicht noch weiter motiviert und gequält hat und sich nicht bis zuletzt den Allerwertesten aufgerissen hat, damit der Film auch wirklich das wird, womit alle zufrieden sein können.

Denn das ist es doch, was am Ende als einziges zählt: Ein gutes Ergebnis.

Die große Kunst im Schnitt ist es dann noch, alle Aufnahmen in einen sinnvollen Schnittrhythmus zu bringen. Das liest sich auf Papier im Drehbuch noch ganz einfach, aber wir mussten viele Szenen Bild für Bild anpassen und teilweise künstlich verlängern oder kürzen, um den Film für den Zuschauer in einem passenden Fluss zu schneiden. Das braucht Zeit, Geduld und ein letztes Mal gute Nerven.

Egal wie hart die Arbeit auch ist: Man weiß sie sofort zu schätzen, wenn man sich selbst mit dem selbst produzierten Film blicken lassen kann. Natürlich ist es im Moment der Arbeit hart und macht auch oft keinen Spaß mehr. (Wir erinnern gerne noch mal an die nach Hunde- bzw. Katzenkot stinkende Location.) Aber wenn man beim Dreh an sein zukünftiges Ich denkt, wie es den Film zeigen kann und sich voller Stolz an die hineingesteckte Arbeit erinnert, dann vollrichtet man diese Arbeit mit Disziplin und Durchhaltevermögen. Denn nur so kann es zu dem gewünschten Ergebnis kommen.

Moritz als Tonassistent auf der Rückbank

Ob das jetzt bei diesem Film der Fall ist, können wir mit einem Wort beantworten: Nein. Es war unser erster richtig szenischer Kurzfilm, und er ist in vielen Elementen noch sehr verbesserungsbedürftig. Wir sehen ihn als guten Einstieg und als Lehrstück für alle zukünftigen Projekte. Er ist quasi wie der erste Urlaub, den man selbst plant.

Man kommt sich ziemlich wichtig vor, wenn man eine Unterkunft in Spanien alleine bucht. Auch wenn es nur ein Hotel mit all inclusive und klimatisierten Räumen ist, man fühlt sich erwachsen und reif. Erwachsen und reif ist man aber noch lange nicht - und genau deshalb sind wir auch noch lange keine guten Filmemacher. Aber hoffentlich auf dem Weg dorthin.

Einen oft gehörten Fakt haben wir selbst bei unserem semi-professionellen Projekt bestätigt bekommen: Filmemachen ist die absolute Königsdisziplin in der Medienwelt!

Nichts ist schwerer. Nichts bedarf mehr Durchhaltevermögen, mehr Leidenschaft, mehr Ehrgeiz, weniger Schlaf. Nichts stellt den Filmemacher vor eine größere Herausforderung, nichts fordert ihn mehr. Wenn man das Filmemachen jemals "beherrscht", ist man ganz oben angekommen.

Und genau darin liegt doch der Reiz.

Übrigens: Den fertigen Kurzfilm "Das letzte Mahl" gibt's natürlich auch bei uns im TV-Programm zu sehen - ab dem 20. April 2015 exklusiv bei nrwision.

mehr Wissen für Fernsehmacher:

Teaserbild:Filmen mit DSLR

Filmen mit DSLR

Videos mit Spiegelreflex-Kamera

Teaserbild:Der Kurzfilm

Der Kurzfilm

Produktion, Finanzierung & mehr

Teaserbild:Von der Idee zur Doku

Von der Idee zur Doku

Interview mit Stefanie Vollmann


tipps der woche.

lade
lade zufalls-tipp...


neue kommentare.
  • [ 13.04.2018 ]
    Tinka
    "Lieber Manfred, eine super Sache! Die Musikszene im..."

    sendung ansehen

  • [ 13.04.2018 ]
    Sylvia Walter
    "Beste Hundeschule eeeeeveeeeer"

    sendung ansehen


facebook.
   
Der Kurzfilm im Schnitt: Unsere Mediengestalter verraten, was sie bei der Postproduktion ihrer Filmproduktion beachtet haben.