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Michael Rentmeister

Medientrainer, Kommunikationstrainer und NLP-Master

Michael Rentmeister hat das Bürgerfernsehen in Marl mitgegründet - heute AF Marl. Seit den 90er-Jahren nutzt er das Medium Video.

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Frageformen im Interview

Die wichtigsten Frage-Typen im Überblick

von Michael Rentmeister

 

Das wichtigste Werkzeug für ein Interview ist die Frage. Doch Vorsicht: Eine "falsche" Frage kann auch schnell das Interview oder im schlimmsten Fall sogar das Gesprächsklima zerstören.

Deshalb sollte man einige unterschiedliche Frageformen kennen. Die Beispiele sind natürlich nur eine Auswahl, doch sie machen deutlich, wie verschiedene Fragen auf den Gesprächspartner wirken können.

Offene Frage

Beispiel: Was halten Sie von Gleichberechtigung?
Vorteil: öffnet den Gesprächspartner, bringt das Gespräch in Gang
Nachteil: die Antwort kann länger als erwartet werden; wenig inhaltliche Steuerung

Geschlossene Frage

Beispiel: Sind Sie für Gleichberechtigung?
Vorteil: Gesprächspartner muss Stellung beziehen, sich festlegen: starke Steuerung
Nachteil: Antwort wird wahrscheinlich zu kurz, nix für O-Töne

Erzählfrage

Beispiel: Sie beschäftigen sich schon lange mit dem Thema Gleichberechtigung. Wie kamen Sie dazu?“
Vorteil: öffnet den Gesprächspartner, sorgt für angenehme Atmosphäre
Nachteil: Antwort kann zu lang oder ausweichend werden

Suggestivfrage

Beispiel: Sie sind doch auch der Meinung, dass Gleichberechtigung mehr Probleme als Vorteile bringt, nicht wahr?
Vorteil: starke Steuerung des Gesprächs
Nachteil: keine echte Frage, kann schnell die Atmosphäre zerstören, Manipulation! Vorsicht!

Provozierende Frage

Beispiel: „Sind Sie eigentlich kompetent genug für dieses Thema?“
Vorteil: lockt den Gesprächspartner aus der Reserve
Nachteil: Kann den Gesprächspartner verletzen. Vorsicht!

Sachliche Frage

Beispiel: „Wann kam das Thema Gleichberechtigung in Deutschland auf?“
Vorteil: erklärt einen Sachverhalt für die Zuschauer
Nachteil: zu viel davon kann trocken und langweilig wirken

Klärende Frage

Beispiel: „Bedeutet das, dass Sie für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz sind?“
Vorteil: sorgt für Klarheit, sichert das Verstehen
Nachteil: kostet Zeit, wirkt im Übermaß sehr nervig

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