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Interview-Vorbereitung
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Unsere Expertin:

Leonie Schwarzer

Leonie Schwarzer

studiert Journalistik an der Technischen Universität Dortmund. Im Rahmen ihres Studiums war sie Teil der nrwision-Programmredaktion.

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Interview-Tipps für Journalisten (2/2)

Schritt für Schritt zum gelungenen Interview

von Leonie Schwarzer

Im ersten Teil dieses Artikels hast Du bereits erfahren, wie Du einen geeigneten Gesprächspartner zu Deinem Thema findest, wie Du Dich inhaltlich auf das Interview vorbereiten solltest und welche Rolle auch der Ort für das Interview spielen kann.

Auf dieser Seite erfährst Du, was Du als Journalist während des Interviews beachten solltest, wie Du Deinen Gesprächspartner durch das Interview führen kannst und welche Stolperfallen dabei lauern können.

Während des Interviews:

  • Locker einsteigen!
    Ähnlich wie beim Sport muss Dein Interviewpartner oft auch erstmal "warm werden". Wenn Dein Gast nicht gerade ein Medienprofi ist, dann wird er wahrscheinlich mindestens genauso aufgeregt sein wie Du.



    Also: Bevor Du mit dem eigentlichen Interview beginnst, führe erstmal ein bisschen Smalltalk mit Deinem Gast. Wie war die Anreise? Fühlt er sich wohl?

  • Höre Deinem Gast zu!
    Das klingt erstmal selbstverständlich. Wenn Du im Interview bist, merkst Du aber, wie schwierig das eigentlich ist. Du denkst bereits kurz an die nächste Frage - und schon hast Du den Faden verloren. Versuche Dich darauf zu konzentrieren, Deinem Gast wirklich zuzuhören. Dann kannst Du auch spontan reagieren und interessante Nachfragen stellen.

  • Achte auf Deine Körperhaltung!
    Im Nachhinein schaust Du Dir Dein Interview an und stellst fest: Warum wackle ich so mit dem Bein? Warum nicke ich immer, wenn der Gast spricht? Während des Interviews fällt Dir das bestimmt gar nicht auf, weil Du so konzentriert bist.

  • Trau Dich, zu unterbrechen!
    Dein Interviewpartner kennt weder Punkt noch Komma und redet seit drei Minuten über das Gleiche? Oder Du merkst, dass der Gast Deine Frage überhaupt nicht beantwortet und über etwas ganz anderes spricht? Dann trau Dich ruhig, an einer passenden Stelle einzuhaken.

  • Gib das Mikrofon niemals aus der Hand!
    Das kann gefährlich werden – denn wenn Dein Gast dann erstmal zu reden anfängt, kannst Du ihn nur noch schwer bremsen.

  • Vermeide geschlossene Fragen -
    oder verwende sie nur spärlich, denn darauf kann Dein Gast nur sehr kurz antworten. Frag zum Beispiel besser: "Was halten Sie von der Schulschließung?" statt: "Finden Sie die Schulschließung gut?"

    mehr Infos zu Frageformen im Interview

    Regeln sind zum Brechen da:
    Auch geschlossene Fragen können an bestimmten Stellen interessant sein. Und: Wenn sich plötzlich eine interessante Wendung im Gespräch ergibt, dann sei ruhig mutig und ändere spontan Dein Konzept.

Nach dem Interview:

  • Lerne aus Deinen Fehlern!
    Wie Du weißt, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Schau Dir Dein Interview nochmal kritisch an. Zeig' es Bekannten und überlege Dir, was Du beim nächsten Mal noch besser machen kannst. Wie war die Gesprächsatmosphäre? Hast Du die Fragen stellen können, die Du Dir vorgenommen hattest?

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