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Ulrich Bader

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Tipps zum Kamera-Kauf

Interview mit Ulrich Bader, Technischer Leiter beim TV-Lernsender nrwision

Wer sich eine Videokamera anschaffen will, steht vor einer schwierigen Entscheidung: Immer mehr Modelle mit immer neuen Funktionen kämpfen um die Gunst der Kunden. Gleichzeitig versprechen die Werbe-Prospekte ständig Schnäppchen-Geräte, die ambitionierten TV-Einsteiger bei ihren Film-Projekten nicht immer nur Freude machen.

Unser Technischer Leiter Ulrich Bader verrät Dir in diesem Kurz-Interview, worauf Du beim Kamera-Kauf wirklich achten musst, wie viel Geld Du einplanen solltest und auf welchen Schnick-Schnack Du getrost verzichten kannst.

Ständig kommen neue Kameras auf den Markt. Ist das neueste Modell denn immer auch die beste Wahl?

Natürlich gibt es haufenweise Innovationen, mit denen sich die Hersteller gegenseitig übertrumpfen wollen. Man muss aber nicht sofort auf jeden Zug aufspringen. Du solltest Dir zuerst genau überlegen, was Du mit Deiner Kamera überhaupt machen möchtest und welches Budget Du zur Verfügung hast.

Wer zum Beispiel nur ab und zu auf Reisen drehen will, braucht sicher nicht das allerneueste High-End-Gerät. Wer dagegen professionelle Musik-Videos oder aufwändige Kurzfilme plant, hat auch ganz andere Ansprüche an die Bild-Qualität.

Die Hersteller und Händler werfen mit technischen Daten und angeblich neuen Funktionen nur so um sich. Worauf muss ich wirklich achten?

An erster Stelle steht immer die Bedienung der Kamera: Kann ich sie gut halten? Komme ich problemlos an alle Knöpfe und Schalter? Ich kann jedem nur raten, die verschiedenen Modelle bei einem Fachhändler mal in die Hand zu nehmen und sie auszuprobieren - auch wenn man die Geräte im Internet nach wie vor preisgünstiger kaufen kann.

Viele der neuen Funktionen sind aus meiner Sicht unnötiger Schnick-Schnack: Wozu muss eine Kamera erkennen können, ob jemand vor der Linse lächelt? Was bringt mir ein digitaler Zoom, der die Aufnahmen unterm Strich nur schlechter macht? Solche Funktionen - auch wenn sie technisch noch so beeindruckend sind - brauchst Du in der Praxis wirklich nicht.

Stattdessen sparen viele neue Geräte am Ton, der fürs Fernsehen aber auch fast so wichtig ist wie das Bild. Deshalb solltest Du darauf achten, dass man ein externes Mikrofon anschließen kann.

Wie viel Geld muss ich als Hobby-Filmer für eine ausreichende Ausstattung einplanen?

Das kommt wie gesagt auch auf Deine Ansprüche an. Ab 300 Euro kann man heute schon eine ansprechende Videokamera bekommen. Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen - wie immer bei Technik. Zur Orientierung könnte man vielleicht grob sagen: solide Kameras für Anfänger gibt's ab 300 Euro, für ambitionierte Amateure ab 800 Euro und für Semi-Profis ab 1.500 Euro. Du musst allerdings auch noch einen Anteil für Zusatz-Equipment einplanen, das kann nochmal rund 30 bis 50 Prozent ausmachen.

Welches Zubehör muss ich bei der Anschaffung mitdenken?

Fast alle neuen Kameras arbeiten mit Speicherkarten. Wer viel dreht, kann davon nie genug haben. Das gleiche gilt für zusätzliche Akkus. Gerade Anfänger sollten ein Stativ einplanen - zumindest ein "Ein-Bein-Stativ". Dazu empfehle ich ein gutes externes Mikrofon und eine Kamera-Tasche für den sicheren Transport. Und: Wer viel dreht, möchte das Material ja sicher auch noch mit einem Schnittprogramm bearbeiten.

Ich möchte mehr Infos. Wo und wie kann ich mich erkundigen?

Das Netz und vor allem Internetforen sind für mich die beste Quelle, gerade weil es ständig neue Modelle auf dem Markt gibt. Ich persönlich schaue regelmäßig auf die Seite des Opens external link in new windowslashCAM-Magazins für digitale Videotechnik und Film: Die Kollegen vergleichen alle gängigen Kameramodelle und haben viele nützliche Infos für Amateure und auch Profis.

Vielen Dank für die Tipps und das Gespräch.

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