|tv-moderation|.

severin pick.

Gestartet ist das wöchentliche Technikmagazin backup im Internet. Mittlerweile informiert Severin Pick auch regelmäßig im Fernsehen über Neuigkeiten und Trends aus der Computerwelt. "Einfach machen!" - so lautet seine Empfehlung an jeden, der sich selbst mal vor der Kamera ausprobieren will.

moderation - mein erstes mal.

Für diesen Beitrag hab ich mich in meine Privat-Archive zurückgezogen und etwas gewühlt ... und wurde fündig. Auch wenn es nicht direkt meine erste Moderation war - die hunderte Stunden, die ich damals während meiner Kindheit wahlweise in meinen Kassettenrecorder oder in die Kamera meines Vaters hineingeblubbert habe, dürften heute (glücklicherweise) eh verschollen sein – so bin ich zumindest auf meine erste "ernsthafte" und vor allem öffentliche Moderation gestoßen.

Mitte 2006 starteten ein paar Freunde mit mir ein Fanprojekt zu einer TV-Sendung. Wir schrieben News, waren ab und zu vor Ort, und gemeinsam mit anderen Fans arbeiteten wir an einem Audio-Podcast. Doch irgendwann war uns das nicht genug. Im allgemeinen Brainstorming, was man noch machen könnte, fiel irgendwann ein "Video-Podcast" in die Runde.

Die erste Folge kam dann noch im Oktober. Die Kollegen hatten Beiträge geschnitten, und ich musste sie anmoderieren. Soweit keine allzu herausfordernde Aufgabe, sollte man meinen. Problematisch wird es aber dann, wenn das Rotlicht einmal leuchtet. Man setzt an, verhaspelt sich und hangelt sich von einem Fülllaut zum Nächsten … und das eigentlich ohne größere Nervosität, schließlich saß ja niemand anderes im Raum, und was an Material nachher tatsächlich heraus ging, konnte ich immer noch selbst bestimmen.

Dennoch lautete das Fazit nach dem ersten Testdurchlauf: Nochmal aufzeichnen, dieses Mal aber mit vorgeschriebenem Text. Das wirkte dann zwar weniger souverän, gibt einem aber immer einen roten Faden an dem man sich wieder entlang hangeln kann, falls man den eigenen mal verlieren sollte. Und so hab ich dann auch knapp ein Dutzend Videopodcasts überstanden.

Das ist jetzt über fünf Jahre her. Schaut man sich die heute an, kann man vor allem feststellen, dass ich wesentlich verschlafener wirke als heute. Was teilweise an meiner damals zugegebenermaßen entweder vernuschelten oder zu leisen Aussprache lag, aber auch, dass die Kameraeinstellung einfach so extrem unvorteilhaft war, dass man gezwungen war, krumm zu sitzen und möglichst keine Gesten machen durfte, um noch im Bild zu bleiben.

Mein erstes Mal ||backup (vor knapp vier Jahren) ist sogar ein ganz eigenes Kapitel, denn eine Doppelmoderation an einem Bach in Rommerskirchen ist halt schon was anderes, als trockenes Runterrattern von Nachrichten. Zumal wir das Wetter auch nicht beeinflussen konnten und mit Regen zu kämpfen hatten (dem aufmerksamen Beobachter dürften auch einige Tropfen auf der Kameralinse aufgefallen sein). Eine Doppelmoderation sollte ja eigentlich dazu dienen, dass man sich gegenseitig auffangen kann, wenn man mal aus dem Takt gekommen ist. Bei uns war es eher ein munteres "aus dem Konzept bringen" und "ins Wort fallen". Zumindest das erste Problem haben wir nach 14 gemeinsamen Doppelmoderationen lösen können, das zweite belassen wir vielleicht als Stil-Element bei.

An meiner Vorbereitungsart hat sich nach knapp 100 Folgen ||backup auch einiges geändert: Zu den News, die ich in der jeweiligen Folge behandle, gibt es meistens einen von mir verfassten Artikel auf unserer Seite, einen "roten Faden" hab ich also quasi schon. Zu den Stichwörtern auf dem Ablaufplan, den ich mir ausdrucke, kommen dann allerhand Notizen, gerne auch kurz vor oder sogar während der Aufzeichnung. Die Moderation an sich ist dann Improvisation anhand der vorher notierten Stichworte … und ich bin froh, dass ich mir mittlerweile nicht mehr jedes Wort vorschreiben muss. Man wirkt schon irgendwie menschlicher, wenn man "einfach drauf los" redet.

Jedem, der sich später mal vor die Kamera setzen will kann ich also nur raten: Einfach machen! Am besten noch, bevor es richtig losgeht, ein paar Folgen "trocken" aufzeichnen, nur im Freundeskreis zeigen und auf deren Feedback warten. Wenn ich meine Folgen schneide, frag ich mich auch gerne mal: "Wenn ich mir das in zehn Jahren nochmal ansehe, würde mir das Format oder mein Moderationsstil noch gefallen?" - Wenn man das mit ja beantworten kann und der Freundeskreis einmal das OK gegeben hat, kann es über den Sender (oder in unserem Fall als wir angefangen haben, ins Netz).

Das Wichtigste ist aber: Nie über negatives Feedback Sorgen machen. Egal was man für ein Format moderiert: es wird immer Leute geben, denen es nicht gefällt und die sich darüber aufregen. Also: nicht alles zu Herzen nehmen, vor allem im Internet nicht. Und wenn man einmal diesen kritischen Punkt an "Trollerei-Resistenz" aufgebaut hat, steht einem eigentlich nichts mehr im Weg.

||backup - Das Technikmagazin

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Neues aus der Internet- und Computerwelt präsentiert Moderator Severin Pick im Technikmagazin ||backup - wöchentlich bei nrwision.

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