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Tipps für gute Texte
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Autor:

Stefan Malter

Stefan Malter
Chefredakteur bei nrwision

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Texten fürs Fernsehen (2/2)

Schreiben fürs Hören - damit jeder Satz sitzt!

von Stefan Malter

Ein Fernsehbeitrag lebt vor allem von starken Bildern, die eine Geschichte erzählen. Ein guter Text unterstützt Deine Bilder dabei. Doch Fernsehanfänger tun sich oft schwer damit, die passenden Worte zu finden. Die Tipps auf diesen Seiten sollen Dir dabei helfen, dass bei Deinem Text in Zukunft jeder Satz sitzt.

Die 6 typischsten Anfängerfehler:

  • Dein Text beschreibt, was im Bild zu sehen ist.
    Vertraue darauf, dass Deine Bilder bereits einige Informationen transportieren. Ergänze die Eindrücke auf den Bildern mit Deinem Text, indem Du diese z.B. inhaltlich einordnest oder zusätzliche Infos gibst.
  • Der komplette Beitrag ist "zugetextet": Von Anfang bis Ende ist jedes Bild mit Text versehen.
    Starke Bilder sind viel wichtiger als Dein Text! Du machst schließlich einen Fernsehbeitrag, und kein bebildertes Radio. Lass Deine Bilder, die passenden Geräusche und die Musik im Beitrag wirken und auch mal großzügig frei stehen, damit die Stimmung Deines Beitrags beim Zuschauer ankommt.

  • Der Sprecher muss schneller sprechen, damit der ganze Text noch auf den Beitrag passt.
    Damit tust Du der Verständlichkeit Deines Beitrags - und damit Deinem Zuschauer - keinen Gefallen. Im Zweifelsfall gilt: Nicht quetschen, sondern lieber den Text kürzen!

  • Dein Text steht schon vor dem Schnitt komplett fest, und Du passt Deine Bilder konsequent an den Text an.
    Mach Dir bewusst, dass Deine Bilder beim Zuschauer immer mehr Eindruck hinterlassen als der Text und deshalb Vorrang haben. Das heißt: Lieber den Text ans Bild anpassen als umgekehrt! Deine Textvorlage ist während des Schnitts ja nicht in Stein gemeißelt.

  • Der Text enthält wirklich alle Informationen, die Du als Journalist bei Deiner Recherche gesammelt hast.
    Ein Fernsehzuschauer ist nur begrenzt aufnahmefähig und bei zu vielen Detail-Informationen überfordert. Die Kunst und Aufgabe des TV-Journalisten ist es, die wichtigsten Infos herauszufiltern und aufzubereiten - und Unwichtiges wegzulassen. Ein Zuschauer wird in der Regel nichts vermissen, was er vorher auch nicht kannte.

  • Der Text nimmt vorweg, was Deine Interview-Partner danach in ihren O-Tönen von sich geben.
    Das lässt sich ganz einfach vermeiden, wenn Du eine einfache Grundregel beachtest: In Deinen Text gehören die Informationen, in den O-Tönen gehören die Emotionen. Sachliche Zusammenhänge kannst Du im Text viel prägnanter wiedergeben als ein Interview-Partner. Ein Interview-Partner kann dagegen viel authentischer selbst über seine Gefühle sprechen als Du sie für ihn wiedergeben könntest.

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Texten fürs Fernsehen kann man lernen. Wenn Du als Journalist für Deinen Text im TV-Beitrag ein paar Tipps beachtest, hilft das dem Zuschauer bei der Verständlichkeit, Dein Fernsehbeitrag wird besser und er lässt sich für den Sprecher besser sprechen. Typische Anfängerfehler, eine praktische Übung und mehr bietet dieser Artikel / Beitrag von Stefan Malter, Chefredakteur bei nrwision.