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Über Anfängerfehler und Tipps gegen Lampenfieber
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Tipps für angehende TV-Moderatoren (2/2)

Interview mit Kerstin von der Linden, WDR-Moderatorin

Sie weiß, worauf es ankommt: Als erfahrene WDR-Moderatorin kennt Kerstin von der Linden das Gefühl, vor einer Kamera zu sprechen und mit ihrem Gesicht und ihrer Person für eine Fernsehsendung zu stehen. Regelmäßig ist sie als Moderations-Coach im Einsatz, u.a. auch für unsere Programmredaktion.

Im zweiten Teil des Interviews verrät sie, wie wichtig gutes Aussehen ist und wie sie mit persönlicher Kritik umgeht.

Im Fernsehen sind Moderatoren meist attraktiv, haben tolle Klamotten an und stehen in einem professionellen TV-Studio. Wie wichtig ist das wirklich?

Gutes Aussehen war sicher noch nie ein Hindernis, auch nicht im TV-Geschäft. Dennoch bin ich fest davon überzeugt: Wer gut ist, setzt sich durch. Kostet Nerven, braucht manchmal auch lange, bis man weiterkommt. Aber letztendlich wird das klappen.

Was die Klamotten anbelangt: Ich trage bunt gemischt von den nordischen Herstellern über "teuer und muss 'ne Weile halten" bis hin zu Sachen, die ich im Second-Hand-Laden gefunden habe. Man sollte sich drin wohlfühlen, und es sollte zur Sendung passen. Immerhin ist man ja temporär zu Gast in fremden Wohnzimmern.

Ich liebe übrigens professionelle TV-Studios, die mit neuester Kameratechnik ausgestattet sind und mich fast faltenfrei darstellen können. Spart doch viel Geld für drastische Eingriffe! Aber ich denke, das Internet zeigt, dass es für gut gemachte Sendungen nicht unbedingt die Top-Ausstattung braucht.

Ein Moderator steht ja immer auch als Person im Mittelpunkt. Wie gehst Du mit Kritik von Zuschauern oder der Redaktion um?

Erst einmal muss man lernen, zwischen inhaltlicher und persönlicher Kritik zu unterscheiden. Das gilt nicht nur für Moderatoren, sondern für viele Kollegen im Journalismus. Ich habe mir zu eigen gemacht: Offen sein. Drüber nachdenken. Schlussfolgern. Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen, man muss aber auch nicht alles ablehnen. Meist steckt ja doch ein Körnchen Wahrheit drin.

Und bei eindeutigen Fehlern (Recherche, Formulierung) hat es noch niemandem geschadet zu sagen: "Sorry, das war meiner!" - Da sind wir dann auch wieder beim Thema Glaubwürdigkeit und Authentizität.

Ich habe Blut geleckt und möchte auch beruflich im Fernsehen moderieren. Was empfiehlst Du mir?

Nie war es so leicht wie heute, und nie war es so schwer wie heute. Irgendwas mit Fernsehen und Moderation wollen erstaunlich viele machen. Spezialisiert Euch. Sucht Euch Eure Nische. Egal, ob journalistisch, im Boulevard oder in der Unterhaltung. Macht Euch unverwechselbar. Je mehr Praxis Ihr sammeln könnt, umso besser. Ich habe ganz klassisch als Praktikantin angefangen. Dann Freie, Volontärin und schließlich Reporterin vor der Kamera.

Vielleicht als letzten Tipp:
Habt Spaß - dann haben es andere auch!

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neue kommentare.
  • [ 13.04.2018 ]
    Tinka
    "Lieber Manfred, eine super Sache! Die Musikszene im..."

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  • [ 13.04.2018 ]
    Sylvia Walter
    "Beste Hundeschule eeeeeveeeeer"

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Ein TV-Moderator oder eine TV-Moderatorin muss das Moderieren lernen. Auf dieser Seite erzählt Fernsehmoderatorin Kerstin von der Linden (WDR Lokalzeit), worauf es ankommt, wenn Du vor der Kamera im TV stehen willst - nicht nur im Beruf. Im Kurz-Interview gibt die Moderatorin wertvolle Tipps und Hinweise für Anfänger und Einsteiger, die sich vor der Linse ausprobieren wollen oder vom Radio ins Fernsehen wechseln. Wie Du auf Körpersprache, Mimik, Gestik, die Sprache an sich achten kannst, erklärt sie als Moderations-Coach, aber auch was gute Moderatoren ausmacht und wie Du es als Moderator mit Deinem Gesicht vielleicht ins Fernsehen schaffst.