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Was ist ein TV-Magazin?
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Gast-Autor:

Prof. Dr. Matthias Degen

Prof. Dr. Matthias Degen lehrt Journalistik an der Opens external link in new windowMacromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln und ist Autor und Moderator für das WDR Fernsehen.

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Der TV-Magazin-Beitrag (2/4)

Emotionen

Magazinautoren lenken den Blick auf Zusammenhänge hinter der reinen Information. Sie "mischen sachliche, neutrale Informationen mit Kritik, emotionaler Wertung und Unterhaltung"². Die Geschichte soll veranschaulichen. Sie benötigt in der Regel gute Protagonisten, die das Thema emotional miterlebbar machen. So lässt sich ein Ausschnitt der relevanten Wirklichkeit vermitteln.

  • Die Auswahl der Krankenschwester zum Beispiel, die seit Jahrzehnten arbeitet und von ihrem Gehalt kaum leben kann, ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Beitrags. Der relevante Aspekt der Geschichte der Krankenschwester wird herausgegriffen und mindestens als Klammer eingebaut, d.h. die persönliche Geschichte der Protagonistin dient als Rahmenhandlung.

Oft wird der Fehler gemacht, Protagonisten "zu entmündigen", nur einmal am Anfang zu zeigen und nicht zu Wort kommen zu lassen. Das Gegenteil ist erwünscht. Zuschauer müssen ihre Protagonisten kennen lernen - über Informationen und Emotionen. Mit Hilfe von Emotionen und Nähe wird der Zuschauer eingebunden und in die Geschichte integriert.

Die inhaltliche Ebene wiederum wird entlang der Geschichte und Persönlichkeit ihrer Protagonisten strukturiert. Doch was sind die relevanten Informationen der Geschichte? Nicht unbedingt diejenigen, die von Nachrichtenfaktoren ableitbar sind. Die magazinrelevanten Informationen müssen für Geschichte und Protagonisten gleichermaßen von Bedeutung sein.

  • Im Fall unserer Krankenschwester könnte dies die Begleitung mit der Kamera im Nachtdienst sein, über den deutlich wird, dass sie nicht nur schlecht bezahlt wird, sondern auch schlechte Arbeitsbedingungen hat. Denn letztlich transportieren Magazinbeiträge einen Aspekt eines Themas, dessen Geschichte authentisch sein muss.

Wichtig ist die frühzeitige Entscheidung, mit welchen Mitteln erklärt und mit welchen Argumenten überzeugt wird.

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Möglichkeiten der Umsetzung
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Zusammenspiel von Text und Bild
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² Faulstich, Werner (2008): Grundkurs Fernsehanalyse. Paderborn. 92

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