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Anastasiya Polubotko

Anastasiya Polubotko ist Journalistin und studiert an der TU Dortmund. Im Sommersemester 2015 hat sie die Programmredaktion von nrwision unterstützt.

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Mirko Drotschmann im Kurz-Interview

5 Fragen an den MDR-Moderator

von Anastasiya Polubotko


Mirko Drotschmann präsentiert im MDR Fernsehen das Magazin "Geschichte Mitteldeutschlands" und stand auch schon für die KiKa-Kindernachrichten "logo!" vor der Kamera. Zusätzlich erklärt der TV-Moderator auf seinem YouTube-Kanal "MrWissen2go" das aktuelle Weltgeschehen und historische Fakten - für mehr als 220.000 Abonnenten und mit rund 16 Millionen Abrufen.

Foto von Mirko Drotschmann. Fotograf: Moritz Leick
Fotograf: Moritz Leick

Im Kurz-Interview verrät Mirko Dotschmann, wie ihn sein YouTube-Kanal auf dem Weg als Journalist und Moderator weitergebracht hat und welche Tipps er angehenden TV-Moderatoren mit auf den Weg gibt.

5 Fragen an Mirko Drotschmann:


1. Vieles von dem, was Du bisher gemacht hast, richtet sich an Kinder und Jugendliche. Warum sind sie die "bessere" Zielgruppe?

Das würde ich so nicht sagen. Es ist für mich die Zielgruppe, die mir am nächsten steht, weil ich mich mit 29 Jahren noch nicht so alt fühle. Aber ich finde auch, dass man einen 60-Jährigen nicht grundsätzlich anders ansprechen muss als einen 15-Jährigen. Man muss Themen vielleicht anders angehen, aber die Ansprechhaltung ist gar nicht so anders.


2. Du kommst sehr sympathisch und natürlich rüber, so dass man sich weniger als bloßer Zuschauer, sondern viel mehr als Kumpel / Bekannter fühlt, den Du ansprichst. Es wirkt also sehr persönlich. Bist Du auch privat so, wie man Dich aus deinen Moderationen und Videos kennt und erklärst Du auch ohne Kamera gerne und viel?

Ja, auf jeden Fall. Schön, dass Du das ansprichst, denn genau das ist mir sehr wichtig. Ich bin absolut so, wie ich mich in meinen Videos gebe. Anders würde es gar nicht funktionieren, das fände ich komisch. Ich möchte authentisch wirken und finde das auch bei anderen Moderatoren viel besser. Und ich erkläre auch privat gerne. Manchmal rollen Freunde von mir schon mit den Augen, wenn wir zum Beispiel zum Essen zusammensitzen und mir dann etwas einfällt, was ich vor kurzem irgendwo gelesen habe …


3. Dein Kanal ist aus einer einfachen Idee entstanden, ganz langsam mit ein paar einfachen Nachhilfe-Videos. Hättest Du jemals geglaubt, dass so viel Resonanz kommt?

Ich glaube, dass so eine Frage immer alle mit "nein" beantworten und es gar nicht so meinen. (lacht) Ich meine es aber wirklich so. Also, ich habe mir schon erhofft, dass vielleicht irgendwann 10.000 Leute meinen Kanal abonnieren, aber mir war auch klar, dass die Themen, die ich behandle, nicht so massenkompatibel sind, als wenn ich über Beauty-Tipps sprechen oder Comedy-Videos drehen würde. Aber die Themen fand ich cool und wichtig und dachte: 10.000, dann habe ich mein Ziel erreicht.

Nun sind es weit mehr, und ich setze mir keine neuen Ziele. Ich freue mich einfach über jeden neuen Abonnenten. Wenn's noch mehr werden: Cool. Und wenn nicht: Auch gut. Aber dass es mehr als 200.000 werden, hätte ich wirklich nie gedacht.


4. Ist Dein YouTube-Kanal für Dich eine gute Abwechslung zum eher koordinierten Alltag in der Redaktion?

Genau. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich ihn betreibe. Zum einen will ich Leuten spannende Dinge näherbringen, zum anderen bin ich da der Chef: Ich kann Themen behandeln, die ich spannend finde und diese selbst umsetzen. Es ist supercool, sein eigener Chefredakteur zu sein.

Außerdem hat er mir beim Thema "Lampenfieber" geholfen und vor allem in Bezug auf Routine. Ich habe eine Zeit lang jeden Tag ein Video gemacht, dabei immer frei vor der Kamera gesprochen und dann im Schnitt und durch die Kommentare gelernt, wie ich vor der Kamera wirke und was ich anders machen kann, wie ich mich bewegen muss, gucken muss, sprechen muss …


5. Das klingt ja wirklich sinnvoll. Wäre ein eigener YouTube-Kanal also Dein Tipp an angehende TV-Moderatoren?

Ja, das würde ich auf jeden Fall empfehlen. Früher wollte ich auch immer vor die Kamera, und wenn es mal soweit war, habe ich mich doof benommen. Durch einen YouTube-Kanal kann man sich die Skills aneignen, die man als Moderator braucht. Und zudem noch auf sich aufmerksam machen. Ich habe darüber schon Jobangebote, Interview-Anfragen und sogar eine Einladung zu "hart aber fair" erhalten.

Von YouTube ins TV

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Vom Internet ins Fernsehen Teaserbild:Von YouTube ins TV

Ihre ersten Videos haben sie im Internet gezeigt. Bei nrwision haben sie mit ihren Sendungen den Sprung ins Fernsehen gewagt.

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Als "MrWissen2go" ist Mirko Drotschmann bei YouTube aktiv, als TV-Moderator ist er beim MDR Fernsehen auf Sendung.