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Was macht eigentlich ein Fernsehregisseur?
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Der Alltag eines TV-Regisseurs
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Unser Experte:

Johannes Fabry

Johannes Fabry ist gelernter TV-Regisseur und arbeitet u.a. für das WDR Fernsehen in Köln.

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TV-Regisseur als Berufsbild (3/3)

Interview mit Johannes Fabry (WDR)

Als Coach für unsere Auszubildenden war Johannes Fabry bereits bei größeren nrwision-Produktionen wie ZOOM - Das Mediencafé im Einsatz. Im Interview spricht er mit uns über das Berufsbild "Regisseur beim Fernsehen".

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Am wichtigsten ist gute Teamfähigkeit, da man immer im Team arbeitet. Fernsehregie ist kein Job für Individualisten oder Profilierungs-Süchtige! Teamwork geht nicht ohne gute Kommunikation. Das muss man drauf haben. Eine klare Sprache, aber auch die Fähigkeit, Kollegen motivieren, koordinieren und leiten zu können.

Bildsprache und Kreativität dürfen für Dich auch keine Fremdwörter sein. Eine hohe Konzentrations-, Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit braucht man besonders in Stresssituationen während einer Live-Sendung. Wenn der Sendeablauf urplötzlich umgebaut werden muss, weil die geplante Schalte nicht steht oder der nächste Beitrag noch im Schnitt klemmt, muss man den Überblick behalten und schnell reagieren können: Was können wir jetzt vorziehen? Wenn der Moderator einen Gang im ON machen muss: welche Kamera führt ihn rüber, welche übernimmt?

Hier braucht man die Fähigkeit, räumlich zu denken. Eine gute Belastbarkeit und Stressresistenz verstehen sich in solchen Situationen von selbst - und damit man weiß, was technisch geht und was nicht, ist auf dem Gebiet ein gewisses Interesse und Verständnis von Vorteil.


Wie werde ich denn nun Fernsehregisseur?

Einen klassischen Weg gibt es nicht. "Fernsehregie" ist kein Ausbildungsberuf - und ein entsprechender Studiengang existiert nicht. Die meisten Kollegen in der Branche sind Quereinsteiger, haben also vorher z.B. als Redakteure, BiMis oder Kameraleute gearbeitet. Ich persönlich habe das Glück gehabt, ein sehr seltenes Regie-Volontariat zu bekommen, was aber echt eine Ausnahme ist.

Man darf nicht vergessen, dass der Markt für Fernsehregisseure in Deutschland um ein vielfaches kleiner ist als beispielsweise der für Kameraleute. Das heißt: der Bedarf ist deutlich niedriger. Wohl auch deshalb werden Fernsehregisseure nicht am Fließband ausgebildet.

Mein Tipp für alle Interessierten ist: Nicht locker lassen und weiter engagiert und kreativ darauf hinarbeiten. Wer einen Super-Job macht und Qualitäten beweist, bekommt mit etwas Glück auch eines Tages die Chance, auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen.

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Wie wird man Regisseur, Fernsehregisseur, TV-Regisseur? Johannes Fabry arbeitet beim WDR in Köln regelmäßig in der Regie und war bereits als Coach für unsere Azubis in der Mediengestalter-Ausbildung sowie bei Studio-Produktionen im Einsatz. Auf diesen Seiten gibt er Einblicke in den Beruf Regisseur, beschreibt das Berufsbild, gibt Tipps für den Einstieg in die Branche und verrät, welche Voraussetzungen ein Regisseur beim Fernsehen mitbringen sollte.