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Annegret Grünewald

Annegret Grünewald ist Filmemacherin und kommt aus Castrop-Rauxel. Seit vielen Jahren produziert sie Reiseberichte aus aller Welt, die sie auch im Programm von nrwision präsentiert.

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Zu Gast im Studio

Zu Gast im Studio

Annegret Grünewald im Talk Teaserbild:Zu Gast im Studio

Annegret Grünewald hat uns auch schon im Studio-Talk "Die Macher" besucht. Hier lernst Du die Filmemacherin noch besser kennen.

Vom Rohmaterial zum fertigen Film

Die Qual der Wahl beim Videoschnitt

von Annegret Grünewald

Wer mit der Videokamera unterwegs ist und gerne filmt, hat nach dem Dreh oft Berge von Rohmaterial. Die vielen Aufnahmen im Schnittprogramm zu sichten und die besten davon für einen eigenen Film auszuwählen, gehört gerade für Anfänger zu den schwierigsten Aufgaben. Wer trennt sich schon gerne von Bildern, die mit viel Engagement und Herzblut entstanden sind?

In diesem Artikel fasst die erfahrene Reisefilmerin Annegret Grünewald aus Castrop-Rauxel zusammen, wie sie ihr Rohmaterial in den Griff bekommt und nach welchen Kriterien sie die schönsten Aufnahmen auswählt. Denn eines möchte niemand mit seinem fertigen Film: Den Zuschauer langweilen!

Ohne Fleiß kein Preis – oder:
Wie bewältige ich 12 Stunden Rohmaterial?

Zunächst ein Geständnis: Ich bin eine von denen, die im Urlaub den Camcorder ständig in der Hand hat – sonst fehlt mir was. Da ich noch dazu mit Vorliebe Tieraufnahmen mache, kommt schnell sehr viel Rohmaterial zusammen. Bei diesen Mengen an Videoaufnahmen ist von vornherein klar: Ich muss eine strenge Auslese treffen!

Safari mit Videokamera: Annegret Grünewald im Jeep in Afrika

Man kann es drehen und wenden wie man will: Das ist viel, viel Arbeit. Ich schaue wirklich Szene für Szene durch, und was nicht richtig scharf oder zu verwackelt ist (von Fahraufnahmen im Jeep bei einer Safari mal abgesehen), kommt gar nicht erst auf die Timeline (Zeitleiste) im Schnittprogramm.

Habe ich mehrere ähnliche Szenen, die ich alle gut finde, lege ich sie mir hintereinander in die Filmschnitt-Sequenz und schaue sie mir möglichst als Vorschau im Vollbild an. Dann entscheide ich, welche der Szenen mir am besten gefällt. Die anderen werden wieder entfernt. Auf diese Art habe ich dann schon mal eine erste Vorauswahl getroffen.

Abwechslung fürs Auge

Das Auge des Zuschauers möchte Abwechslung, also achte ich darauf, dass Szenen nicht zu lang werden und dass sie die Motive nicht nur als Totale, also im Weitwinkel zeigen, sondern auch verschiedene Details im Nahbereich oder aus unterschiedlichen Perspektiven.

Sehr hilfreich und wichtig ist es, genug "Schnittbilder" zu haben, also ein paar "neutrale" Aufnahmen von einer bestimmten Situation. Wenn ich zum Beispiel eine Tanzgruppe filme, muss ich auch daran denken, ein paar Aufnahmen vom Publikum oder von klatschenden Händen zu machen.

Annegret Grünewald am Drehort in Afrika

Leider passiert es mir auch immer wieder noch, dass ich nicht daran denke. Diese Szenen braucht man aber einfach, wenn man z.B. eine längere Filmsequenz unterbrechen möchte, so dass der Zuschauer nicht immer nur dasselbe sieht - oder auch, wenn man Szenen teilt, um beispielsweise in der Mitte einen Wackler zu entfernen.

Oder: Am Anfang der Szene passiert etwas Interessantes, und am Ende der Szene auch – in der Mitte ist eine Flaute. Schneide ich aber die Mitte heraus, passen die Schnittstellen meistens nicht aneinander, es gibt einen Sprung. In den kann ich dann so ein Schnittbild setzen.

Flüssig oder überflüssig?

Habe ich dann endlich einen ersten Rohschnitt fertig, brenne ich ihn auf einen wiederbeschreibbaren DVD-Rohling und schaue mir das Ergebnis auf dem TV-Bildschirm an. Da erkenne ich am besten, was noch nicht so richtig aneinander passt, was nicht flüssig oder was überflüssig wirkt.

Leopard im Gras

Das wirksamste Mittel aber ist die persönliche Rückmeldung der Mitglieder im Filmklub, dem ich seit 10 Jahren angehöre. Dort zeige ich bereits den Rohschnitt, denn dann ist ja noch ausreichend Gelegenheit, um Änderungen und Verbesserungen vorzunehmen.

Ist diese erste große Begutachtung durch echte Zuschauer genommen, kann es mit der Feinarbeit und der Vertonung weiter gehen. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel - sicher nicht weniger arbeitsintensiv.

Zum Schluss noch ein Satz zur Beruhigung: Aus 12 Stunden Rohmaterial mache ich natürlich einen Mehrteiler.

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Annegret Grünewald

Annegret Grünewald

Reisefilmerin aus Castrop-Rauxel Teaserbild:Annegret Grünewald

Reisefilme - z.B. über Afrika oder die Vogesen - zeigt Filmemacherin Annegret Grünewald aus Castrop-Rauxel bei nrwision.

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Wie bekommst Du Dein Videomaterial nach dem Dreh in den Griff? Wie entsteht aus den Aufnahmen im Schnitt ein knackiger Bericht? Filmemacherin Annegret Grünewald aus Castrop-Rauxel gibt ihre Erfahrungen weiter.