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Ernst Köchling

Seit 16 Jahren gehört Ernst Köchling zum Team vom Sälzer Fenster, einem Lokalmagazin aus Salzkotten, das seit unserem Sendestart wöchentlich bei nrwision zu sehen ist. Der selbstständige Fliesenlegermeister ist mittlerweile im Ruhestand.

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Bürgerfernsehen aus NRW

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Auch Bürgerfernsehen hat bei nrwision ein festes Zuhause - mit Themen und Berichten aus ganz NRW. Jeder kann mitmachen!

Zu Gast im Studio

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Die Redaktion im Talk Teaserbild:Zu Gast im Studio

Das Team vom "Sälzer Fenster" hat uns bereits im Studio-Talk "Die Macher" besucht und vom Redaktionsalltag berichtet.

Wie gelingt Bürgerfernsehen?

Voraussetzungen, Tipps und Erfahrungswerte für Aufbau und Leitung einer Bürgerredaktion

von Ernst Köchling


Der Verein "Stadtfernsehen Salzkotten e.V." produziert seit 1998 das wöchentliche Lokalmagazin "Sälzer Fenster". Fast 200 Sendungen mit knapp 600 Einzelberichten wurden bisher schon bei nrwision ausgestrahlt. In den Jahren davor war das "Sälzer Fenster" beim Offenen Kanal Paderborn zu sehen - mit weiteren 700 Sendungen und mehr als 3000 Beiträgen. Fünf Redakteure und ein Techniker sorgen für regelmäßige TV-Berichte aus ihrer Heimatstadt Salzkotten. Die Gründungsmitglieder sind bis heute Teil des Teams.

In diesem Artikel fasst der erfahrene Redakteur und Reporter Ernst Köchling zusammen, unter welchen Voraussetzungen eine Redaktionsgruppe beim Bürgerfernsehen gut zusammenarbeiten kann, welche Aufgaben im Team übernommen werden sollten und welche Rolle das nötige Geld spielt.

"Kein Tummelplatz für Egomanen"

Die Tätigkeit im Bürgerfernsehen ist zumeist ehrenamtlich. Geld ist damit also nicht zu verdienen. Und doch vermittelt diese Arbeit einen reichhaltigen Gewinn. Neue Erfahrungen und interessante Erkenntnisse gehören ebenso zum Bürgerfernsehen wie das Kennenlernen außergewöhnlicher Menschen.

Gruppenfoto: Das Team vom Stadtfernsehen Salzkotten e.V.

Diese Plattform eines lokalen Fernsehens sollte jedoch weniger ein Tummelplatz für Egomanen, Selbstdarsteller oder Profilneurotiker sein. Auch Eitelkeit, Neid oder Missgunst sind hinderlich. Diese Eigenschaften waren schon oft der Auslöser für ein vorzeitiges Scheitern innerhalb eines hoffnungsvollen Teams. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Gefahr einer Selbstüberschätzung bis hin zum Realitätsverlust.

Das Arbeitsfeld "Bürgerfernsehen" ist eher eine Spielwiese für Menschen, die ihre Leidenschaft für das Fernsehen entdecken und Freude an der Erstellung von vorzeigbaren TV-Berichten haben.

"Guter Rat ist immer willkommen"

Die wichtigsten Voraussetzungen:

  • In einem Redaktionsteam sollte jeder ein gleicher unter gleichen sein.
  • Man begegnet sich mit mit Akzeptanz und Respekt.
  • Die Individualität eines jeden sollte gewahrt bleiben.
  • Das Teamwork, nicht der Einzelne, steht im Vordergrund.
  • Ideen lassen sich im Team - zum Beispiel durch Brainstorming - besser entwickeln.
  • Nicht der einzelne weiß und kann alles. Im Team ist man dem "Einzelkämpfer" oft überlegen.
  • Die Arbeit anderer Redaktionsmitglieder sollte von überflüssigen Kritiken verschont bleiben. Dagegen ist ein guter Rat immer willkommen.
  • Kommunikation muss sein. Bei einem regelmäßigen Redaktionstreff kann über alles, vorzugsweise über zukünftige Projekte gesprochen werden.
  • Administrative Aufgaben sollten im Team zugewiesen werden. Dazu gehören:

    1. die Führung der Finanzen und der Einkauf von Equipment
    2. die Führung eines Archivs, um spätere Rückgriffe zu ermöglichen
    3. das Betreiben einer Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel in den Printmedien
    4. eine Auflistung der geplanten Berichte für Internet und Kabel-TV
    5. eine Auflistung der sendefertigen Berichte für das Internet
    6. eine Aufstellung der fertigen Sendungen für Internet und Kabel-TV

"Man wird nicht reich dabei ..."

Ein weiterer wichtiger Faktor des Bürgerfernsehens ist die Finanzierung. Nicht jeder kann oder will einige Tausender auf den Tisch legen. TV-Equipment hat wiederum seinen Preis, selbst wenn mit einer preiswerten Technik gearbeitet wird.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten um die nötigen Finanzen aufzutreiben:

  • Die Gründung eines Vereins e.V. dem ein jeder gegen Zahlung eines Beitrages beitreten kann. Der Verein sollte seine Statuten auf die Gemeinnützigkeit ausrichten.
  • Eine Website im Internet kann nicht nur über den Verein informieren, sondern auch die fertigen TV-Beiträge als Videostream bereit halten. Die auf der Website zur Verfügung stehenden Flächen können mit Werbung von Sponsoren bestückt werden.

Zugegeben: Man wird nicht reich dabei, aber die Investitionen und anfallenden Kosten könnten hiermit ausgeglichen werden.

Fazit:

Zum Schluss das Wichtigste: Die ehrenamtliche Tätigkeit im Bürgerfernsehen kann extrem zeitaufwändig sein. Doch sollte diese Arbeit niemals in in einen negativen Stress ausarten. Hier hat der Spaß an der Freude eindeutig Vorrang. Nur so kann gutes Bürgerfernsehen gelingen!

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Stadtfernsehen Salzkotten e.V.

Stadtfernsehen Salzkotten e.V.

Lokalfernsehen aus Salzkotten Teaserbild:Stadtfernsehen Salzkotten e.V.

Themen und Geschichten aus Salzkotten zeigt das Lokalmagazin "SÄLZER.TV", produziert vom Stadtfernsehen Salzkotten e.V.

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Wie gelingt Bürgerfernsehen? Wie funktioniert gute Redaktionsarbeit in den Bürgermedien? Viel Arbeit, Zeit und Herzblut stecken Bürgerredaktionen in ihre Sendungen. Gast-Autor Ernst Köchling verrät Tipps und Erfahrungswerte.