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Autorin:

Lisa Steiner

Lisa Steiner

Als angehende Mediengestalterin Bild und Ton unterstützt Lisa Steiner seit 2011 unser Team. Auf dieser Seite berichtet sie von ihrem ersten Einsatz als TV-Regisseurin bei einer großen Studio-Produktion.

mehr über Lisa Steiner

Mein erstes Mal als TV-Regisseurin

Persönlicher Erfahrungsbericht von Lisa Steiner

Im nrwision-Studio entstehen TV-Sendungen mit spannenden Gästen, mehreren Kameras und oft auch Publikum. Die Produktion wird von den angehenden Mediengestaltern Bild und Ton betreut. Sie lernen unter professionellen Bedingungen, wie man Fernsehen macht.

Bei ZOOM - Das Mediencafé war unsere Auszubildende Lisa Steiner zum ersten Mal als Bildregisseurin im Einsatz. Wie nervös sie während der Aufzeichnung war, verrät sie in diesem persönlichen Erfahrungsbericht.

"Anfangs war ich skeptisch ..."

Ich habe bei ZOOM einen Job übernommen, den man als Auszubildende eher selten machen darf: Einmal im Jahr zeichnen wir unseren großen Studio-Talk ZOOM - Das Mediencafé auf, und ich durfte in diesem Jahr die Bildregisseurin sein. Davon möchte ich euch nun berichten.

ZOOM-Monitor im Studio mit Kamera

Vor zwei Jahren durfte ich schon mal bei ZOOM mitwirken, damals als Kamerafrau. In diesem Jahr hat mich unser Ausbilder gefragt, ob ich nicht gerne die Bildregie übernehmen möchte. Anfangs war ich sehr skeptisch und hatte großen Respekt vor der Aufgabe. Aber wenn mein Ausbilder mir das zutraut, wäre ich ja schön blöd, diese Chance nicht zu nutzen. Nur so kann ich schließlich sehen, ob ich der Aufgabe gewachsen bin - und ob es nicht sogar Riesen-Spaß macht.

Um mich gut vorzubereiten, habe ich mich zum Beispiel in die Besprechungen der Journalistik-Studenten gesetzt, die die Sendung redaktionell betreuen. So konnte ich relativ früh absehen, was inhaltlich auf mich zu kommt.

Als meine Kollegin Nicole und ich dann mit den Studenten alle Beiträge für die Sendung fertig vorproduziert hatten, ging es an den Aufbau im Studio. Hier hat meine Aufgabe als Regisseurin erst richtig angefangen. Nun konnte ich nämlich schon mal nach den möglichen Fahrwegen und Einstellungen für die Kameras gucken.

"Natürlich hat nicht alles direkt geklappt"

In der ersten Probe war ich dann auch direkt im Studio und nicht in der Regie. So konnte ich alle Positionen mit den Kameraleuten durchgehen und besser zeigen, wie ich mir die Umsetzung bildlich vorstelle. Nicole hat mir aus der Regie immer das Kamerabild auf einen Monitor gelegt. So war alles noch etwas leichter, und ich konnte direkt sehen, ob meine Vorstellungen auch bildlich funktionieren.

Lisa Steiner als Regisseurin im Studio - hier mit Kamermann Gero Brötz

Natürlich hat nicht alles direkt so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe, aber wir haben immer schnell Alternativen gefunden. Nachdem alle Einstellungen und Positionen abgesprochen waren, bin ich für die Durchlaufprobe in die Regie gegangen. Dort konnte ich auf den Monitoren alles noch mal besser beurteilen. Am Anfang war es etwas kniffelig, alle sechs Kameras im Auge zu behalten und jedem Kameramann Anweisungen zu geben, aber jeder Anfang ist schwer.

Nach der ersten Probe in der Regie war ich ein wenig beunruhigt, ob bis zur Aufzeichnung wohl alles klappen wird. Schließlich lief nicht alles rund, und wir hatten nur noch eine Generalprobe bis zur Aufzeichnung. Abends habe ich mir deshalb noch mal in Ruhe meinen Ablaufplan angeschaut, um gut vorbereitet in die letzte Probe zu gehen.

Vorbereitungen im ZOOM-Studio

Am nächsten Morgen ging es dann direkt weiter. Wir haben uns alle im Studio versammelt, damit ich mit meinen Kollegen noch mal den Ablaufplan schnell durchgehen konnte und alle offenen Fragen klären konnte. Pünktlich um 10 Uhr – okay, sagen wir mal lieber 10:30 Uhr ;-) - ging die Generalprobe los! Zu diesem Zeitpunkt war ich relativ entspannt, gab meine Anweisungen, habe versucht, dem Gespräch zu folgen (was am Anfang echt schwer ist) und habe die letzten Kleinigkeiten vor der Aufzeichnung besprochen.

"Da muss man dann durch ..."

Um 14:30 Uhr kam dann auch schon unser Studio-Gast Elmar Theveßen vom ZDF, und meine Nervosität war auf einmal wie aus dem Nichts da! Ihr kennt das sicherlich, wenn man kribbelig wird, ständig den Drang hat, auf Toilette zu gehen, und die Hände vor Nässe nur so triefen: Genau so war das Gefühl!

Aber man kann ja nörgeln soviel man möchte: Da muss man dann durch. In den letzten 30 Minuten vor der Aufzeichnung bin ich in die Regie gegangen und habe versucht, mich ein bisschen zu entspannen. Ich bin den Ablauf nochmal im Kopf durchgegangen und habe die problematischen Stellen mit meiner Bildmischerin Nicole wiederholt.

Blick in die Regie während der ZOOM-Aufzeichnung

Gegen 15 Uhr war es dann fast so weit: Noch zwei Minuten bis zur Aufzeichnung! Die Anspannung steigt und steigt ... aber wisst ihr was komisch war? Das Rotlicht ging an - und ich war auf einmal voll da. Klar war ich noch etwas nervös, aber das hat mir geholfen, mich besser zu konzentrieren.

Die Sendung ist für mich dann auch wie im Flug vergangen. Das hätte ich nie gedacht. Eigentlich lief auch alles echt gut, bis auf eine Kleinigkeit. Da hätte ich am liebsten geflucht, weil ich sauer auf mich selbst war. Aber da denkt man sich dann: "Mist!" - und macht einfach weiter. Ändern kann man es ja nicht, und wie sagt man so schön: Aus Fehlern lernt man!

"Probiert Euch aus!"

Auf jeden Fall hat diese Produktion mir viel Spaß gemacht, und ich habe viel dazu gelernt. Ich kann Euch nur ans Herz legen: Probiert Euch aus! Wenn ihr Bock auf eine bestimmte Aufgabe habt, dann teilt es den anderen mit und macht es einfach.

Respekt vor Aufgaben darf man immer haben. Das ist vielleicht sogar gar nicht so schlecht, aber das darf Euch nicht daran hindern, die Aufgabe anzunehmen. Nur so entdeckt man, was einem wirklich liegt - und was einem vor allem Spaß macht!

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  • [ 13.04.2018 ]
    Sylvia Walter
    "Beste Hundeschule eeeeeveeeeer"

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Bei einer großen Studio-Sendung darf Lisa zum ersten Mal Regie führen. Ob sie die Aufgabe auch als Auszubildende meistert?